These: Die MoneyGram-Kooperation (Partnerschaftsverlängerung April 2026, MGUSD-Stablecoin-Launch auf Stellar am 2. Juni 2026) lässt das Volumen auf dem Stellar-Netzwerk steigen — der XLM-Kurs folgt dieser Adoption erfahrungsgemäß mit Verzögerung. Der Divergenz-Meter macht sichtbar, ob der Markt das schon eingepreist hat.
Adoptions-Score (gewichtet): MGUSD-Supply 40 % · Trustlines 30 % · Netzwerk-Ops 20 % · USDC-Supply 10 %. Kurs-Basis ist bevorzugt XLM/BTC (relative Stärke, filtert die allgemeine Krypto-Marktbewegung heraus), Fallback XLM/USD.
Signal-Schwellen: Divergenz > +5 → thesenbullisch (Adoption läuft dem Kurs voraus, potenzielles Einstiegsfenster). Divergenz < −5 → Kurs ist vorgelaufen (Narrativ-Überhitzung, Vorsicht). Dazwischen: im Gleichgewicht.
⚠️ Gewichte und Schwellenwerte sind unkalibrierte Startwerte — die Kalibrierung erfolgt nach 4–6 Wochen gesammelter Daten.
XLM/BTC misst die relative Stärke von XLM gegen den Krypto-Gesamtmarkt — steigt das Paar, gewinnt Stellar unabhängig von einer allgemeinen Bitcoin-Rally an Boden. Das ist die bevorzugte Kursbasis für den Divergenz-Meter, weil sie Markt-Beta herausfiltert.
Funding (Hyperliquid Perps) zeigt, wie stark Long- oder Short-Positionierung überwiegt: negatives Funding bedeutet, Shorts zahlen Longs — ein Zeichen für pessimistische Positionierung, die bei einsetzender Adoption als Kontraindikator (Short-Squeeze-Potenzial) taugt.
MGUSD existiert ausschließlich wegen MoneyGram — jede Bewegung dieses Stablecoins ist per Definition MoneyGram-Aktivität. Das macht ihn zu einer deutlich saubereren Messgröße als das allgemeine Stellar-Netzwerkvolumen, das durch beliebige andere Anwendungen verwässert wird.
Supply zeigt, wie viel Geld insgesamt auf Stellar als MGUSD abgebildet ist (1:1 USD-gedeckt). Trustlines zeigen die Breite der Adoption — wie viele einzelne Accounts sich für den Token geöffnet haben, unabhängig vom Volumen.
Der Chart normalisiert MGUSD-Supply und XLM-Kurs auf dieselbe Skala — ein Auseinanderlaufen beider Linien ist die visuelle Bestätigung der These.
USDC ist der etablierte Referenz-Stablecoin auf Stellar (von Circle, seit Jahren live) und dient hier als Maßstab: Er zeigt, wie groß der Stablecoin-Topf auf Stellar insgesamt ist und wie viel Raum MGUSD noch nach oben hat.
Supply-Verhältnis misst das relative Gewicht — MGUSD ist als Newcomer noch klein gegen USDC. Trustline-Verhältnis zeigt die Adoptionsbreite: USDC ist über Millionen Accounts verteilt, MGUSD läuft noch über wenige Omnibus-/Treasury-Wallets. Ein Aufholen der Trustline-Zahl wäre das stärkere Adoptionssignal als reines Supply-Wachstum.
Die Balken teilen sich pro Kennzahl eine Skala (USDC = volle Breite) — der MGUSD-Balken erhält eine Mindestbreite, damit er sichtbar bleibt; maßgeblich ist immer der Zahlenwert rechts.
Mint = neue MGUSD entstehen (Cash-in beim MoneyGram-Ausgabepunkt), Burn = MGUSD werden vernichtet (Cash-out/Redemption). Ein positiver Netto-Fluss (Mint > Burn) heißt: mehr Geld fließt in den Kanal hinein, als abgeholt wird — bullisch für die Adoptionsthese.
Beträge von 50–500 $ deuten auf klassische Remittances hin (typische Überweisungssummen von Privatpersonen), nicht auf institutionelles Volumen. Tageszeit-Cluster verraten die Zielregionen — LatAm-Aktivität liegt erfahrungsgemäß bei ≈ 13–02 UTC.
Einschränkung: Fireblocks-Omnibus-Wallets aggregieren oft viele Endkunden hinter einer einzigen Adresse — die Registry sieht also Batch-Signale der Distributionskanäle, keine Einzeltransaktionen. Verteilung und Rhythmus bleiben trotzdem aussagekräftig, nur die absoluten Kundenzahlen lassen sich daraus nicht ableiten.
Alle Zahlungen werden relativ zum MGUSD-Issuer klassifiziert: sendet der Issuer (from == Issuer), ist das ein Mint — die Gegenstelle ist der Empfänger, also ein Distributionskanal (typisch: Treasury-Wallets). Empfängt der Issuer (to == Issuer), ist das ein Burn — die Gegenstelle ist der Sender, meist ein Redemption-Kanal.
Wächst ein einzelner Kanal überproportional (siehe 7-Tage-Trend), deutet das auf einen neuen oder wachsenden Markt an dieser Gegenstelle hin — das nächstbeste „Wo" der Adoption, ohne dass Stellar direkte Geodaten liefert. Labels stammen aus der StellarExpert-Directory.
Einschränkung: Der Issuer mintet in der Regel an Omnibus-/Treasury-Wallets, nicht direkt an Endkunden — diese Ansicht zeigt also Batch-Nachfrage auf Distributionsebene, keine individuellen Kundentransaktionen.
Ops/Ledger und TX/Sekunde sind allgemeine Aktivitätsmaße des gesamten Stellar-Netzwerks (nicht MGUSD-spezifisch) — sie fließen mit 20 % Gewicht in den Adoptions-Score ein, weil ein wachsendes Gesamtnetzwerk die MoneyGram-These stützt, auch wenn MGUSD-Aktivität allein (aktuell über Soroban-Contract-Events erfasst) nicht das ganze Bild zeigt.
Ein plötzlicher Sprung ohne erkennbaren MGUSD-Zusammenhang kann auch andere Stellar-Anwendungen (z. B. USDC-Verkehr) widerspiegeln — als eigenständiges Signal daher nur in Kombination mit den anderen Kacheln sinnvoll.